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Kolumne Westend Anzeiger, 17.03.05
(c) Volker Keidel
Vielen Dank, Peter Hartz !
Ich schreibe heute mal was über Fußball, ich habe wenig andere Interessen.
Schon lange wollte ich mich bei Peter Hartz bedanken. Also: Danke. Denn nicht Klinsi wird uns wieder zum Weltmeister machen, sondern du! Die Zeit des Wohlstands ist für unsere Jünglinge abgelaufen. Du läßt sie in angemessenem Wohnraum aufwachsen. Sie werden wieder lernen sich auf engstem Raum durchzusetzen, den Gegenspieler auf einer Briefmarke auszutanzen, ihn in einer Telefonzelle schwindelig zu spielen. Da werden sie hin müssen zum Telefonieren, wenn ihnen die Telekom den Anschluß sperrt. Aber sie werden nach draußen gehen, denn Playstation und Computer wird Papa verkaufen müssen. Man wird nicht mehr von Straßenfußballern sprechen, es wird sie wieder geben. Sie werden wie wir früher kurz nach dem Krieg aus alten Lumpen einen Fußball basteln und gegen Garagentore, die endlich wieder eine Funktion haben, bolzen. Aber erst, wenn sie das Abendessen erlegt haben. Auf der Jagd nach Meister Lampe werden sie wie seinerzeit Icke Häßler lernen Haken zu schlagen und ansatzlos zu schießen. Sie werden wieder dankbar sein Fußballprofi werden zu dürfen und nicht wie Vati vor dem Schwarz-Weiß-Fernseher zu enden. So dankbar wie ich es dir heute schon bin. Ich freue mich schon so. Ich sehe uns schon grölend auf der Leopoldstraße: „Ein Peter Hartz, es gibt nur ein Peter Hartz, ein Peter Haaaartz...“ Ich möchte noch einmal danke sagen.
Danke, Peter, du hast ein großes Hartz für den deutschen Fußball !
(c) Volker Keidel, 17.03.05
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